Koblenz    
 
     
  Das Wappen der Familie Grebel hat seine eigene Geschichte. Ursprünglich gehörte es einem französischen Geschlecht mittleren Adels, das es, einer mündlichen Überlieferung zufolge, als Treuepfand einem Halfer namens Aloys Grebel (gennant Gröbel, auch so mehrfach urkundlich erwähnt), übereignete.

Am 14. November 1762 soll - so erzählt man sich - eine Schaluppe, von Koblenz kommend, im Gänsefürchtchen bei Metternich arg in Bedrängnis gekommen sein. Die Halfter (Treideler) hatten ihre liebe Not mit den Zugpferden, denen es bei Sturm und Regen kaum gelang, die Stromschnellen zu überwinden. Heftig schlugen sie mit der Peitsche zu. Als plötzlich ein Pferd scheute, riß ein Zugpfeil und mit dem Schwanken des Laftfahnes fiel die vierjährige Tochter des Henri d'Urtagnac über Bord. Beherzt sprang Alloys Grebel in die Fluten und konnte so die kleine Baronette vor dem Tode des Ertrinkens retten. Überglücklich schloß die Baronin ihre Tochter in die Arme, während d'Urtagnac dem Retter sein Familienwappen als Dank übereignete. (In napoleonischer Zeit wurde die französische Lilie durch ein springendes Pferd ersetzt.)
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